Wissenswertes

Motivation

Wie kann man Kindern/Jugendlichen helfen Motivation zu erlangen?

  • Loben für Anstrengung
  • Wichtige Bezugspersonen finden (Mentoren), für die das Kind bereit ist alles zu tun
  • Helfen Motive zu finden
  • Motivation für das Fehlverhalten analysieren
  • Verständnis – Gefühl der Zugehörigkeit und Annahme vermitteln
  • Interesse des Schülers/ der Schülerin herausfinden
  • Selbstmanagement beibringen (Selbstregulation)
  • Für eine motivierende Atmosphäre sorgen
  • positive Beziehungen entwickeln
  • Für Herausforderungen sorgen, Anregungen geben, Interesse wecken
  • Helfen angemessene Ziele zu entwickeln
  • Für schrittweise Erfolge sorgen
  • Verbindeungen zwischen Aufgabe und Interesse herstellen
  • Respekt für Schule und Lehrkräfte im Allgemeinen ausdrücken, auch wenn man im Einzelnen anderer Meinung ist (Förderung der Akzeptanz unterschiedlicher Meinungen)
  • „erwischen“ Sie ihr Kind den Schüler/die Schülerin so oft wie möglich dabei, wenn es/er/sie etwas richtig gemacht hat
  • Anstrengungen/Bemühungen in den Vordergrund stellen
  • Leistung anerkennen – nicht Misserfolg
  • Feedback geben (so oft wie möglich positiv)
  • Als Eltern, gemeinsames Arbeiten (z.B. Gartenarbeit) an Projekten. Die Kinder/Jugendlichen lernen durch das Vorbild – Ausdauer, Konzentration, Anstrengungsbereitschaft…
  • Ja, aber… vermeiden
  • Ich-Botschaften formulieren
  • Nach Mentoring-Gelegenheiten Ausschau halten

Autogenes Training (AT)

Das autogene Training baut auf der Technik der Selbstsuggession auf. Formelhafte Vorsätze werden wiederholt und versetzen den Körper so in einen entspannten Zustand.

Diese Formeln sind auch von Kindern leicht zu lernen und helfen ihnen gedanklich positiven Einfluss auf ihre körperlichen Vorgänge zu nehmen, ihren Körper bewusst wahrzunehmen und dadurch eine gute Selbstwahrnehmung zu erlangen.

Auf diese Weise wird der Körper allein durch Ihre Vorstellungskraft auf Ruhe und Entspannung trainiert. Durch regelmäßiges Entspannungstraining lösen sich so körperliche und seelische Verspannungen.

Die Entspannungsformeln werden bei Kindern in eine Geschichte eingebettet, so können diese ihre Fantasie und ihr eigenes kreatives Potenzial aktivieren.

Autogenes Training wird angewandt bei:

  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • Schlafstörungen
  • Prüfungsangst
  • Überaktivität
  • Unruhe
  • Psychosomatischen Erkrankungen
  • Lernstörungen
  • Aggressivität

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Progressive Muskelentspannung (PME)

Die progressive Muskelentspannung oder Muskelrelaxation, die der Arzt Edmund Jacobson entwickelt hat, hilft gestressten Kindern dabei, ihren Körper zu entspannen. So lernen sie, auf ihre Bedürfnisse zu achten und zu erkennen, wann die Anspannung zu groß wird.

Je nach Entwicklungsalter der Kinder oder Jugendlichen wird die Technikvermittlung der PME gestaltet.

Bei jüngeren Kindern haben sich kleine Geschichten als gut erwiesen, die das Kind in eine Fantasiewelt versetzen und in deren Verlauf das Kind verschiedene Dinge erledigen muss. Das Kind sitzt in einer bequemen Position auf einem Stuhl oder liegt entspannt auf einer Matte. Der Entspannungstrainer erzählt eine Geschichte und baut die verschiedenen Übungen in die Handlung ein. So muss das Kind die Hände zu Fäusten ballen, die Schultern an die Ohren ziehen und andere Handlungen ausführen.

Wichtig ist, dass die angespannte Haltung immer wieder aufgelöst wird, damit der Wechsel zwischen Anspannung und Entspannung stattfinden kann.

Jugendliche werden wie Erwachsene in die Entspannungstechniken eingeführt. Die in der Regel ohne Geschichten vermittelt wird. Alle durchlaufen jedoch 3 Phasen der einzelnen Übungen.

3 Phasen einer einzelnen Übung

Jede Muskelgruppe (z.B. rechter Arm) durchläuft folgende Phasen:

    Einspüren: Über einen Zeitraum von 10-30 Sekunden. Wie fühlt sich die Muskelgruppe vor der Übung an?

    Anspannungsphase: Die Muskelgruppe wird angespannt. Diese Anspannungsphase dauert 7-10 Sekunden, evtl etwas kürzer.

    Entspannungsphase: Die Anspannung wird zurückgenommen. Die Entspannungsphase dauert 20-30 Sekunden.

    Wiederholen: Die einzelne Übung wird mit einer längeren Entspannungsphase 30-60 Sekunden wiederholt

    Nachspüren: Beim sogenannten Nachspüren soll der Klient seine Aufmerksamkeit auf den Entspannungszustand richten.

Entspannung

Wenn sich der Körper entspannt, entspannt sich auch die Psyche.     

Wenn sich die Psyche entspannt, entspannt sich auch der Körper.

Schule und lernen bedeutet nicht immer nur Spaß und Freude, sondern ist oft auch mit Druck und Stress verbunden. Dieses führt dazu, dass man als Schüler oder Schülerin immer mehr unter Anspannung steht und demzufolge weniger Entspannung erlebt. Die Folge davon sind Konzentrationsstörungen, Unruhe, die Leistungen in der Schule sinken, es mangelt an Energie und Motivation.

Entspannungsverfahren helfen, neue Kraft und Potenzial zu entfalten aus Ruhe, Entspannung und Kreativität.

Entspannungsverfahren im Lerntraining:

Kinder erleben in der heutigen Welt immer mehr Erwartungsdruck und sind dadurch unterschiedlichsten Stressfaktoren ausgesetzt. Dieses führt dazu, dass Kinder immer mehr unter Anspannung stehen und demzufolge weniger Entspannung erleben. Die Folge davon sind Konzentrationsstörungen, Unruhe, die Leistungen in der Schule sinken, die Kinder werden lustlos und es mangelt ihnen an Energie.

Definition: Was ist Stress?

Stress ist eine Anpassungsreaktion auf Ereignisse, die uns herausfordern oder gefährden können (z.B. Hunger, Schmerz, Gefahr, Angst, Konkurrenz, Über- bzw. Unterforderung)

Zwei Arten von Stress:

Guter Stress (Eustress)

  • Herausforderungssituationen, für die sich eine Lösung finden lässt
  • Ein zeitliches Ende absehbar ist
  • Für die wir zumindest die Illusion einer Kontrolle haben
  • Deren Lösung innerhalb unserer Möglichkeiten scheint

Ungesunder Stress (Distress)

  • Herausforderungssituationen, die sich auch bei Anspannung aller Kräfte nicht entspannen oder lösen lassen
  • Deren Ende lange oder nicht absehbar ist
  • Auf die wir keinen Einfluss/Kontrolle haben
  • Deren Lösung außerhalb unserer Möglichkeiten scheint

Kinder entfalten neue Kraft und neues Potenzial aus Ruhe, Entspannung und Kreativität.

Entspannung zu erlernen und dafür Kindern und Jugendlichen Zeit zu Verfügung zu stellen, ist ein wichtiger pädagogischer Auftrag heutzutage.

An dieser Stelle möchte ich nur ein paar Indikationen von Entspannungstraining nennen:

  • Die Konzentrationsfähigkeit wird gefördert
  • Positive Auswirkungen auf schulische Leistungen
  • Leichteres Einschlafen und besserer Schlaf
  • Anregung der Vorstellungskraft
  • Stärkung der Bindung zwischen Kind und Bezugsperson
  • Förderung des allgemeinen Wohlbefindens und der persönlichen Entwicklung
  • Erlernen von Ruhe und Gelassenheit

Ebenso können durch das Erlernen von Entspannung bei Kindern und Jugendlichen einfache Verhaltensstörungen, psychosomatische Störungen und Schmerzbelastungen gelindert werden.

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